| AG Feldherpetologie und Artenschutz |
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| Donnerstag, 27. August 2009 um 10:10 Uhr |
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Ansprechpartner der Arbeitsgemeinschaft Internationale Fachtagung: „Verbreitung, Ökologie und Schutz der Mauereidechse (Podarcis muralis) – Reptil des Jahres 2011“ am 19. und 20. November 2011 in Offenburg Veranstalter dieser Fachtagung ist die DGHT-AG Feldherpetologie und Artenschutz in Zusammenarbeit mit dem NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie/Ichthyofaunistik, der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg , die Stadt Offenburg und der Arbeitsgruppe Amphibien-Reptilien Biotop-Schutz (ABS). Nördlich der Alpen gilt die Mauereidechse in den meisten Ländern als gefährdet: Sie geht im Bestand zurück oder die Zukunftsaussichten sind zumindest schlecht. Noch vor wenigen hundert Jahren war sie in ihren Primärlebensräumen, z. B. in naturnahen Flüssen mit Abbruchkanten und Schotterbänken, Felsen, Blockhalden und trockenwarmen, lichten Laubwäldern zusammenhängend verbreitet. Heute besiedelt sie anthropogene Standorte wie Trockenmauern in Weinbergen, Ruinen, Bahnhöfe und Bahnstrecken. Die Folge: Das früher geschlossene Verbreitungsgebiet wurde immer mehr verinselt. Vor etwa 50 Jahren haben Weinbauflurbereinigungen immer stärker zugenommen – die Trockenmauern wurden beseitigt, verfugt oder durch Betonmauern ersetzt, Ruinen wurden saniert und die lichten Wälder sind zu dichten Hochwäldern durchgewachsen. Auch die Intensivierung der Landnutzung hat dazu beigetragen, dass Lebensräume immer kleiner oder ganz zerstört wurden. Seit ca. 20 Jahren werden bei der Bundesbahn umweltschonendere Herbizide verwendet und nicht benötigte Flächen nicht mehr gepflegt. Dadurch wurden weite Bereiche der Güterbahnhöfe von der Mauereidechse besiedelt. Aber nicht nur die Mauereidechse hat die Bahnhöfe als Lebensraum entdeckt, auch der Mensch. Derzeit werden jedoch in vielen stillgelegten Bahnhöfen Gewerbegebiete oder Wohnbebauungen geplant oder schon gebaut. Mit der Folge, dass die Mauereidechse wieder Lebensräume verliert, nur dass sie jetzt keine Möglichkeiten mehr hat, sich neue Lebensräume zu erschließen. Die Zukunftsaussichten sind also schlecht. Aktuell sind bei den anthropogenen Gefährdungsursachen in erster Linie die Beeinträchtigung und Zerstörung wichtiger Habitatstrukturen zu nennen. Am gravierendsten wirkt sich dabei die Intensivierung der Weinberglagen durch Flurbereinigungen und der Einsatz von Herbiziden seit den 1950er-Jahren aus. Aber auch die beschriebene Überplanung von Bahnanlagen und Sanierungen an Bahnstrecken sind von Bedeutung. Des Weiteren sind Verschattung von Lebensräumen sowie Sanierungsmaßnahmen an Ruinen, Burgen und Trockenmauern zu nennen. Die Tagung findet am 19. und 20. November in Offenburg (Baden-Württemberg) statt. Die ersten Vorträge sind schon eingegangen. Weitere Vorträge oder Poster können bei Hubert Laufer (e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ) angemeldet werden. |



